Gute und schlechte Erfahrungen mit Firmen bei einer Kooperation machen - das gehört zum Bloggen dazu.

Mit einigen Firmen habe ich bereits kooperieren dürfen und dabei gute sowie auch schlechte Erfahrungen gemacht. Welche das sind und welche Tipps ich für euch habe, wenn ihr auch bloggen wollt, das lest ihr in diesem Post.

Ich gebe zu, all zu lange blogge ich selbst noch nicht – gerade einmal acht Monate. Das ist im Verhältnis mit anderen Bloggerinnen und Bloggern, die schon zwei bis drei Jahre dabei sind, noch nicht wirklich viel. Dennoch habe ich mir in dieser Zeit schon einiges an Wissen bei Kooperationen mit Firmen angeeignet, vieles ausprobiert und einiges kritisch hinterfragt. Nun habe ich meine bisherigen Erfahrungen ausgewertet und möchte euch in diesem Post über ein paar Dinge bei Unternehmenskooperationen aufklären, was ihr dürft, worauf ihr achten müsst und wie die Zusammenarbeit mit Firmen überhaupt funktioniert.

Gute und schlechte Erfahrungen mit Firmen bei einer Kooperation machen - das gehört zum Bloggen dazu.

Gute und schlechte Erfahrungen mit Firmen bei einer Kooperation machen – das gehört zum Bloggen dazu.

Bloggen = Beruf?

Zu allererst: Bloggen ist nicht gleich Journalismus. Ich verstehe das Naserümpfen über Blogs von denjenigen, die dafür lange studiert haben und mit “echtem Handwerk” arbeiten. Schließlich gibt es genug sogenannte Bloggerinnen und Blogger, die einfach nur hobbymäßig schreiben und damit die Branche umkrempeln und im schlechtesten Fall sogar echte journalistische Tätigkeiten in Frage stellen. Das ist in gewisser Weise auch okay, jedoch nur, wenn sich die Hobby-Schreiberlinge auch als solche verstehen und es wirklich nur aus Spaß am Schreiben, am Fotografieren und am Eigene-Meinung-Mitteilen machen. Es gibt aber mittlerweile auch Blogger, die das Ganze etwas professioneller angehen, die es als Beruf ausüben und davon leben möchten und die Branche mit dieser Tätigkeit ganz bewusst umkrempeln wollen. Erst heute las ich bei Styleranking.de einen Beitrag über die wirklich sehr hohen Gagen für einzelne Instagram Fotos mit Product-Placement, in fünfstelliger Höhe allerdings nur für Blogger mit einer gewissen Followeranzahl.

Wer ist man als Blogger?

Ich persönlich verstehe mich als Bloggerin nicht als Journalistin, auch nicht als Testimonial und nicht als “Marionette des Unternehmens”. Irgendwie habe ich das Gefühl als Bloggerin ein Mix aus verschiedenen Elementen zu sein und eine neue Schreiberling-Spezies hervorzurufen und mitzugestalten. Das Abgrenzen dieser neuen Marketing- und Schreib-Ära ist auch nicht ganz einfach, das gebe ich zu. Erst seit kurzer Zeit merken Unternehmen, dass sie Influencer-Marketing als Werbemaßnahme einsetzen können. Sie merken die Auswirkungen, die ein Blogger auf seine Leser haben kann (im besten Fall bringt die positive Meinung des Bloggers über ein Produkt oder eine Dienstleistung höhere Verkaufszahlen für das Unternehmen). Dennoch bemerke ich, dass einige Unternehmen noch nicht genau wissen, wie sie damit umgehen sollen, denn sie reagieren oft verhalten.

Erfahrungen bei einer Kooperation mit Firmen

Einmal arbeitete ich mit einem Unternehmen zusammen, das mich quasi als Influencer-Queen darstellte und mir fast schon den roten Teppich ausrollte, nur damit ich positiv berichte. Das, liebe Firmen, muss nicht sein. Denn als Bloggerin möchte ich möglichst neutral über das Produkt oder die Dienstleistung berichten und meine eigene Meinung den Lesern mitteilen. Ich glaube, viele Unternehmen versuchen mit so einem Verhalten die Blogger zu beeindrucken und quasi zu einer guten Meinung zu zwingen. In diesem Fall war es allerdings Unkenntnis, denke ich. Es war ganz spannend zu beobachten, dass der Wert meiner Arbeit von diesem Unternehmen völlig ahnungslos überschätzt wurde, als es nur das Wort “Blogger” hörte.

Es gibt aber auch das genaue Gegenteil. Ein anderes Mal schrieb mich ein Unternehmen an, das Werbung auf meinem Blog schalten wollte in Form von Banner-Werbung. Ich sollte außerdem noch in einem Blogpost davon berichten und zur Website verlinken. Zwar hätte ich ganze 15$ pro Monat dafür erhalten, aber das war es mir nicht Wert, zumal die Branche auch gar nicht zu mir und meinem Blog passte. Hier habe ich mich echt gefragt, was das soll, denn wie sollte das Unternehmen einen Mehrwert aus der Werbung auf meinem Blog ziehen, wenn die Zielgruppe doch ganz offensichtlich eine andere ist.

Es gibt auch Firmen, die erkennen die Arbeit eines Bloggers einfach nicht an und denken, sie müssten ihre Werbung auf einem Blog nicht vergüten. Oder sie denken, ihr Unternehmen wäre so wahnsinnig toll, dass allein die Erwähnung der Firma auf dem Blog oder das einmalige zur Verfügung stellen von Produkten für ein Foto (wohlgemerkt, man muss es wieder zurückschicken!) mit Erwähnung mir schon himmelhochjauchzend Freude bereitet. Liebe Firmen, führt euch doch mal vor Augen, was alles hinter einem Blog steckt: Ich als Bloggerin muss das Produkt erst einmal testen bzw. für gut befinden, um es meinen Lesern authentisch zu empfehlen, ich muss ein Fotoshooting dafür organisieren und die Bilder müssen nachbearbeitet werden (wenn auch meist nur in Form von Farbveränderungen oder Bildausschnitten), ich muss mich konzentriert an den Schreibtisch setzen, Recherche betreiben und den Blogpost schreiben, anschließend muss ich den Post auf meinen Social Media Kanälen posten und mit Kommentaren etc. betreuen – hinzu kommt noch die Reichweite des Blogs und der Social Media Kanäle.

Aber natürlich es gibt auch positive Beispiele, die in der Mehrzahl sind. Mittlerweile gibt es Firmen, die genau wissen, wie sie mit Bloggern umzugehen haben und die deren Arbeit und Professionalität schätzen. Natürlich ist das nur möglich, wenn man auch professionell auftritt und nicht mit der Einstellung “Oh, die Firma schenkt mir kostenlose Produkte/einen kostenfreien Aufenthalt im Hotel/bezahlt eine Social-Media-Leistung o.ä. – uuund jetzt, genieß ich das einfach und arbeite nicht dafür.”. Das kommt ziemlich schlecht bei Firmen an und ehrlich gesagt, macht es auch das neu aufkommende Influencer Marketing kaputt. Mit einer Firma schrieb ich beispielsweise lange hin und her, hatte gerade alle Details und Leistungen ausgemacht und plötzlich bekam ich eine Nachricht, dass sie von Blogger X gerade sehr enttäuscht über die schlechte Zusammenarbeit wären, dass sie nun gar nicht mehr mit Bloggern zusammenarbeiten wollen.

Tipps für Blogger

Wer es aber richtig machen will, der kann sich in diesem Blogpost auf Fashiondeluxxe meine Bloggertipps zu “Wie kooperiere ich als Blogger richtig mit Firmen?” durchlesen.

Also, liebe angehenden Blogger: Wenn ihr diese Erfahrungen von mir jetzt zuende gelesen habt, dann behaltet sie bitte für eure Zusammenarbeiten im Hinterkopf, geht gewissenhaft mit der Aufgabe eines Bloggers um und macht den Branchenwandel nicht durch Fehlverhalten kaputt. Das wäre nicht fair!