Blogger Tipps für Kooperationen

Du hast deinen eigenen Blog gestartet und möchtest jetzt als Blogger mit Unternehmen zusammenarbeiten? Du möchtest Produkte testen, Hotel Reviews schreiben oder auf andere Weise mit Firmen kooperieren? Dann lies dir in diesem Blogpost meine Blogger Tipps zu dem Thema Kooperationen durch.

Vor Kurzem schrieb ich einen Blogpost zu meinen bisherigen Erfahrungen mit Unternehmenskooperationen als Blogger. Einige von euch schrieben mir daraufhin, wie spannend es war, mal ‘hinter die Kulissen’ zu schauen und von mir zu lernen. Klar, jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen, und jeder geht auch anders um mit Zusammenarbeiten und Postings. In diesem Blogpost möchte ich euch gern ein paar Antworten auf Fragen geben, die mich selbst zu Anfang des Bloggens beschäftigten. Für einige Antworten recherchierte ich damals auf anderen Blogs, für einige probierte ich es einfach aus. Schaut gern in diesem Frage-Antwort-Katalog nach und falls euch eine Frage noch auf der Zunge liegt, dann postet sie einfach unterhalb des Posts im Kommentarfeld und ich werde versuchen, sie schnellstens zu beantworten. Viel Erfolg bei euren Blogs! 🙂

Blogger Tipps für Kooperationen

Wie bekomme ich Kooperationen mit Unternehmen?

Nun, dafür gibt es viele Wege. Zunächst musst du dich fragen, was genau du überhaupt vom Unternehmen möchtest. Möchtest du Beauty-Produkte über eine Zeit lang testen und dann in einem Erfahrungsbericht deine Meinung äußern? Oder möchtest du Kleidung zugeschickt bekommen und sie in Outfitposts o.ä. integrieren? Vielleicht möchtest du ja auch reisen und dabei ein Hotel näher begutachten, testen und deinen Lesern Empfehlungen abgeben? Es gibt sooo viele Möglichkeiten, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten und in den meisten Fällen entwickelt man gemeinsam mit der jeweiligen Firma Ideen. Hier ein paar Vorschläge, wie du konkret an Unternehmenskooperationen kommst:

  • Schreibe eine höfliche Email, in der du dich und deinen Blog vorstellst (recherchiere dabei auf der jeweiligen Website nach dem Pressekontakt). Wenn du schon eine konkrete Idee für eine Zusammenarbeit hast, schreib sie gern auf (Details kannst du dir für eine zweite Email aufsparen) und erzähle, warum genau diese Idee für das Unternehmen von Interesse ist.
  • Sprich auf einer Messe oder einem Event mit Promotion-Stand gezielt die Firma an und frage, ob sie generell mit Bloggern zusammenarbeiten. Tauscht Visitenkarten aus (ja, du solltest welche haben!) und telefoniert oder schreibt euch dann ein paar Tage später zusammen.
  • Suche gezielt im Internet, z.B. in speziellen Facebook-Gruppen, nach Kooperationen. Einige Firmen veröffentlichen ihre Anfragen direkt in sozialen Netzwerken und hoffen, so näher an die Blogger dran zu kommen, die wirklich zur Marke passen. Du kannst dich meist total bequem per Nachricht melden und deinen Blog gleich mit verlinken.
  • Du kannst Glück haben, denn vielleicht erzählt dir die Firma A, mit der du schon zusammengearbeitet hast, von Firma B, die auch jemanden für eine Kooperation sucht. So ging es mir mit einem Schmucklabel (Firma A) und einem Fashion Label (Firma B).

Wie du siehst, solltest du eher aktiv auf Unternehmen zugehen, damit eine Zusammenarbeit zustande kommt. Wenn du darauf wartest, dass Emails von alleine eintrudeln, dann kannst du lange darauf warten, denn das passiert meist erst, wenn du eine gewisse Followeranzahl und hohe Leserschaft aufgebaut hast.

Was ist ein Media Kit und warum brauche ich es?

Ein Media Kit ist wie ein Lebenslauf für dich als Blogger. Darin enthalten sind deine Blog-Daten wie z.B. Anzahl der Leser (und deren demographische Daten), deine Social Media Kanäle und wie viele dir dort folgen, ein paar Sätze zu dir als Bloggerin und ein Absatz zu deinem Blog und über welche Themen du schreibst. Auch Bilder sind schön und überhaupt ein Design, das zu deinem Blog passt. Falls du schon Referenzen mit Unternehmen hast, kannst du diese auch hineinschreiben. Warum du das Ganze brauchst? Ganz einfach: Das Unternehmen möchte wissen, wer du bist, über was du bloggst und wie und wo du online vertreten bist. Es ist wie eine ausführliche Visitenkarte! Das Unternehmen muss sich dann nicht umständlich die Infos aus dem Internet heraussuchen, sondern kann auf einen Blick sehen, ob dein Blog zu ihrer Marke passt. Wie genau du dein Media Kit gestalten kannst, werde ich dir in Kürze auf meinem Blog in einem eigenen Post verraten.

Was genau erwartet das Unternehmen von mir als Blogger(in)?

Die Antwort darauf kann sehr individuell ausfallen. Denn du musst mit dem Unternehmen schon selbst ausmachen, welche Leistungen du für was erbringst. Bekommst du z.B. “nur” ein paar Beautyprodukte zugesendet, dann könnte (natürlich je nach Wert und je nach Reichweite von dir) vielleicht auch ein Foto auf Instagram oder ein 24h-Snap bei Snapchat reichen. Bekommst du dazu aber noch ein flauschiges Handtuch, Make-Up und Haar Produkte und vielleicht noch einen Tagesaufenthalt im Spa, um alles zu testen, dann sollte für den Wert noch mehr drin sein wie z.B. ein eigener Blogpost, Facebook Fotos und Live-Twittern. Es kommt aber wirklich ganz darauf an, wie weit du mit deinem Blog schon bist, wie hoch dein Medienwert ist und wieviel Aufwand bzw. Zeit du für etwas “opfern” möchtest. Bedenke: Anfangs möchte dein Blog mit möglichst vielen interessanten Inhalten gefüllt werden, da könntest du gern den Unternehmen den Gefallen tun und einen Blogpost schreiben, auch wenn der Wert vielleicht nicht so groß ist von den zugeschickten Produkten. Dadurch ist es immerhin win-win und das Unternehmen kommt dann mit größerer Wahrscheinlichkeit auf dich wieder zu.

Was kann ich tun, wenn mir das Produkt überhaupt nicht gefällt?

Das liegt ganz bei dir. Du könntest entweder brutal ehrlich sein und das Produkt schlecht bewerten auf deinem Blog. Du könntest aber auch dem Unternehmen schreiben und ganz klar sagen, dass du überhaupt nicht überzeugt bist (frag vorher fairerweise nach, ob vielleicht ein Anwendungsfehler bei dir lag). Dann liegt die Entscheidung beim Unternehmen, ob sie mit einer schlechten Bewertung leben können und du die Leistung erbringst oder ob sie lieber darauf verzichten – dich natürlich aber trotzdem bezahlen (bzw. du darfst die Produkte behalten ohne zu posten).

Was muss ich kennzeichnen bei einer Kooperation?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn es gibt noch kein endgültiges Gesetz dazu. Du solltest deinen Lesern aber fair gegenüber sein und Werbung kennzeichnen. Das bedeutet ja nicht gleich, dass du das Produkt nur gut bewertest, weil du Geld dafür bekommst. Ich für meinen Teil nehme Zusammenarbeiten mit Firmen eh immer nur an, wenn das Produkt zu mir passt und ich die Marke auch vertreten kann. Empfehlungen, die ich ausspreche, sind ehrlich und hinter diesen stehe ich auch. Dennoch bekommst du für Zusammenarbeiten Produkte zugesandt und/oder die Kooperation bezahlt. Das solltest du auch für deine Leser kennzeichnen. Mein Tipp: Schreibe VOR jeden Blogpost VOR den ersten Satz das deutsche Wort “Werbung” und schreibe nach dem Blogpost noch einen Satz wie “In Zusammenarbeit mit Firma X.” Somit ist für deine Leser von Anfang an klar, dass es sich um Werbung handelt und im Nachhinein auch, für welche Firma du konkret Werbung machst.

Muss ich für Kooperationen ein Gewerbe anmelden?

Ja, musst du. Sobald du einer selbstständigen Tätigkeit nachgehst und Rechnungen ausstellen möchtest, musst du einen Gewerbeschein haben. Auch steuerlich musst du hier einiges beachten. Am besten informierst du dich aber beim zuständigen Amt deiner Stadt, denn da ich kein Profi in dem Thema bin, möchte ich ungern Informationen dazu schreiben.

Dieser Post wird sich mit der Zeit noch verlängern, da mir bestimmt noch Fragen-Antworten einfallen, die ich euch beantworten möchte. Wenn ihr etwas Konkretes wissen wollt, dann kommentiert diesen Blogpost einfach!