Erstes Fazit nach drei Monaten Selbstständigkeit: Erfahrungen im eigenen Unternehmen und als Business Woman im Alltag, Pläne für die kommenden Wochen

Drei Monate nach Beginn meiner Unternehmensgründung und Selbstständigkeit traue ich mich, ein erstes ernsthaftes Fazit zu ziehen, euch von meinen bisherigen Erfahrungen zu berichten und Ideen und Pläne für die kommenden Wochen zu schmieden. Ich freue mich auf eure Kommentare, eigenen Erfahrungen, Ratschläge und Hinweise!

Das gefällt mir besonders an meiner neuen beruflichen Situation…

Schon am ersten Tag meiner Selbstständigkeit sprang ich voller Vorfreude aus dem Bett und freute mich richtig darauf, mich an den Schreibtisch zu setzen und loszulegen: endlich eigene Konzepte entwickeln, meine eigenen Angebote für Kunden schreiben, mein eigenes Unternehmen führen – ich bin seit dem ersten Moment so voller Elan und Ideen! Insbesondere die Freiheit, dann arbeiten zu können, wann ich es möchte, gefällt mir besonders. Gerade in so einer kreativen Branche kommt mir diese Möglichkeit zugute, denn meine Ideen sprießen tatsächlich meist dann, wenn ich entspannt in meiner Freizeit bin. Einen kurzen Moment später sitze ich dann am Laptop, um das Konzept weiter zu entwickeln und schriftlich auszuarbeiten – ganz egal, wo ich mich gerade aufhalte. Das ist auch ein super Vorteil der Selbstständigkeit: Ich kann von überall aus arbeiten – rein theoretisch sogar am Strand in der Hängematte! 😀 Super dabei ist natürlich auch: Ich bin mein eigener Chef und jeder hart verdiente Cent wandert in mein eigenes Sparschwein.

Erstes Fazit nach drei Monaten Selbstständigkeit: Erfahrungen im eigenen Unternehmen und als Business Woman im Alltag, Pläne von Nathalie Dorff von Fashiondeluxxe für die kommenden Wochen

Diese Schwierigkeiten sehe ich bei einer neu gewonnenen Selbstständigkeit – und wie ich mit ihnen umgehen würde

Tatsächlich kann man sich, wenn man nicht genug Disziplin besitzt, leicht in seiner neu gewonnenen Freiheit und der ‚angeblich vielen’ frei zur Verfügung stehenden Zeit verrennen. Plötzlich kann man dies und das unternehmen und endlich jenes mal erledigen – aber nein, es muss eigentlich gearbeitet werden! Ich rate daher zu möglichst festen Arbeitszeit-Blöcken. Damit meine ich nicht streng von 9 Uhr bis 17 Uhr, sondern einfach mal drei oder vier Stunden am Stück, in denen man sich wirklich nur auf die Arbeit und seine Selbstständigkeit konzentriert und sich eben nicht ablenken lässt. Und wenn man das Bedürfnis hat, morgens mal länger zu schlafen, dann muss die Zeit eben wann anders wieder ‚reingeholt’ werden und man arbeitet abends länger – die Arbeit erledigt sich ja nicht von allein.

Eine weitere Schwierigkeit sehe ich in der neuen finanziellen Situation. Auf einmal zeigt das Konto kein regelmäßiges Einkommen mehr, stattdessen kommt das Geld in unregelmäßigen Abständen – sei es einer späten Zahlung durch einen Kunden geschuldet oder weil die Aufträge in unterschiedlichen Abständen ‚reinkommen’. Ein finanzieller Puffer, der in solchen Situationen aushilft, macht hierbei auf jeden Fall Sinn. Darauf kann man sich aber natürlich nicht die ganze Zeit verlassen – und hier sehe ich die Gefahr: nur vom vorher angesparten Finanz-Puffer leben, ohne sich in den ersten Monaten der Selbstständigkeit um Aufträge und sein Einkommen zu kümmern. Ein Tipp von mir: eine Excel-Tabelle anlegen, die jeden zweiten Tag die Einnahmen und insbesondere die Ausgaben anzeigt.

Mein Rat an Frauen, die auch mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen

Wenn sich jemand für den Schritt in die Selbstständigkeit entscheidet, dann finde ich es einen mutigen Schritt, den man unterstützen sollte. Dennoch rate ich dazu, sich diese Entscheidung gründlich zu überlegen. Man muss sich bewusst sein, dass der berufliche Weg nicht immer leicht sein wird, dass man sich ständig neu herausfordert und sich plötzlich auf ungewohntem Terrain befindet. Wenn man sich selbstständig machen möchte, darf man davor jedenfalls keine Angst haben. Eine gesunde Portion Respekt ist jedoch sehr hilfreich und auch notwendig – dann kann eigentlich nichts schief gehen. Mein Rat an alle Frauen, die sich auch selbstständig machen wollen: Traut euch, probiert eure Idee aus und genießt jeden Tag der Selbstständigkeit! Und wenn es nicht klappt, zieht nicht resigniert den Kopf sein, sondern gesteht es euch selbstbewusst mit erhobenem Haupt ein und seid stolz darauf, dass ihr diesen Weg gegangen seid!

Erstes Fazit nach drei Monaten Selbstständigkeit: Erfahrungen im eigenen Unternehmen und als Business Woman im Alltag, Pläne von Nathalie Dorff von Fashiondeluxxe für die kommenden Wochen

Fotos: Christian Habel